Golf und medlake Training

Golf liegt im Trend. Den  früher  nur  wenigen vorbehaltene Sport können sich nun alle Interessierten leisten: Jugendliche,  Ältere Ballsportler, die wegen Gelenkschmerzen als Quereinsteiger nun den kleinsten Ball schlagen wollen oder pensionierte Leute, die sich viel Zeit nehmen können für den Sport, der auch bei (z.B. Kreislauf) Krankheiten bis ins höhere Alter mit anderen Menschen praktiziert werden kann.

Jeder Lebensabschnitt weist spezifische Schwachpunkte des Bewegungsapparates auf, die bei Fehl- oder Überlastungen zu Schmerzen führen können:

  • Beim Heranwachsenden gilt es, die Muskulatur und die Koordination zu optimieren.
  • Beim  langjährigen Sportler sind Folgen von Gelenk-verletzungen und beginnende Arthrosen Grund für ein gezieltes Training.
  • Bei  Senioren  besteht  wegen einer natürlichen, altersbedingten Muskelschwäche, wegen Wirbelsäulenabnützungen, Arthrosen und eingeschränkter Beweglichkeit eine absolute Indikation  für ein vertieftes, breitgestreutes Aufbautraining.

Die Wirbelsäule des Golfspielers ist die Achillesferse des Läufers.

Beim Golfspiel dreht sich vieles um die Wirbelsäule. Es ist wichtig, die wirbelsäulenstabilisierende oberflächliche und tiefliegende Rückenmuskulatur zu kräftigen (F3), die Geräte für die Rumpfmuskulatur (F2, F2.1 und F1) sowie Übungen in der Schwungebene mit dem Medizinball durchzuführen.

Eine wichtige, standstabilisierende Funktion haben die Gesäss-und Oberschenkel Muskulatur. Tiger Woods hat seinen markantesten Muskel (M. glutaeus maximus) u. a. mit den Kraftgeräten A3, A4, B6 und A1 trainiert.

Um die Brustwirbelsäule für den Rückschwung optimal drehen zu können, ist ihre maximale Streckung eine wichtige Voraussetzung. Diese Mobilisation und Kräftigung kann mit den Geräten C1, C3, C7 und D7 erreicht werden.

Durch gezieltes Krafttraining für Schultern, Nacken und Handgelenke kann eine schmerzhafte Überlastungen an Sehnen, Bänder und Muskeln vorgebeugt werden. So kann man das Entstehen eines Golfer- oder Tennisellenbogens verhindern.

Eine gute physische Konstitution des Sportlers ist Voraussetzung, um ein Golfturnier erfolgreich zu bestehen. Unsere Cross- und Hometrainer erlauben es ihnen, die Ausdauerleistung optimal zu trainieren.

Für die weiten Golfabschläge bis zum 18. Loch müssen nebst der Muskelkraft Beweglichkeit, neuronale Koordination und Gleichgewicht eine Meisterleistung vollbringen. Übungen dazu sind Kreisel, das Kettenbrett, gezieltes Stretching und das Golfdrill-Programm.

Trainieren sie nicht nur auf dem Golfplatz, sondern auch im medlake, um ihr Handicap zu verbessern.

Nicole Steinmann–Gartenmann
Dipl. Physiotherapeutin HF, Golfphysiotherapeutin